Tschechien: Euro-Einführung nicht vor 2019

Findet derzeit wenig Freunde in Tschechien – der Euro. © EZB
Findet derzeit wenig Freunde in Tschechien – der Euro. © EZB

PRAG. Tschechien wird nach Ansicht des Chefs der Tschechischen Nationalbank, Miroslav Singer, den Euro nicht vor dem Jahr 2019 einführen. Die neue Regierung, die aus den Parlamentswahlen im kommenden Jahr hervorgeht, werde frühestens im Jahr 2016 einen Antrag auf Beitritt zur Gemeinschaftswährung stellen, womit das früheste Beitrittsjahr 2019 wäre. Dies erklärte Singer laut Medienberichten am Donnerstag auf einer Konferenz in Prag. Die derzeitige Regierung hat bislang keinen Termin für den Beitritt zur Eurozone festgelegt und will es auf absehbare Zeit auch nicht tun. Einer der Gründe sei, dass frühere Regierungen Termine für die Einführung genannt hätten, diese dann jedoch nicht eingehalten hätten. Staatspräsident Miloš Zeman hatte jüngst erklärt, er befürworte den Euro-Beitritt des Landes in fünf Jahren. Laut einer aktuellen Umfrage von NMS Market Research wollen 77 Prozent der Tschechen die Krone behalten. Lediglich sieben Prozent sprachen sich für die Einführung des Euros aus.

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