Exportrückgänge schwächen deutsche Industrie

Besonders Investitionsgüter habens es im Moment schwer, Abnehmer in Übersee zu finden © Seehafen Kiel
Vor allem Investitionsgüter finden schwer Abnehmer in Übersee © Seehafen Kiel

FRANKFURT/MAIN. Die rückläufigen Exporte nach Europa und Asien machen der deutschen Wirtschaft zu schaffen. Wegen des schwächelnden Auftragseingangs geht die Industrieleistung nun schon seit mehr als einem halben Jahr zurück. Das belegt der saisonbereinigte Einkaufsmanager-Index des Bundesverbands Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME). Im Oktober verschlechterte sich der Index binnen vier Wochen um 1,4 Punkte auf 46,0. Damit lag der wichtige Konjunktur-Frühindikator bereits zum achten Mal in Folge unter der magischen Grenze von 50, ab der Wachstum signalisiert wird. Die stärksten Rückgänge mussten die Investitionsgüterhersteller verkraften, während die Konsumgüterindustrie leichte Steigerungen verbuchen konnte.
Der Verband geht davon aus, dass sich die Unternehmen auf ein schwieriges viertes Quartal einstellen müssen. Belege dafür seien ein weit verbreiteter Lagerabbau, Personalkürzungen sowie steigende Kosten für Kraftstoffe und Energie. Hoffnungsfroh stimmten allerdings bessere konjunkturelle Signale aus Asien und den USA.