Dürre drückt die Ernteprognosen

Weizenpreis in Euro © finanzen.net
Weizenpreis in Euro © finanzen.net

ASTANA. Das kasachische Landwirtschaftsministerium rechnet aufgrund der dauerhaften Trockenheit in den wichtigen Anbaugebieten des Landes für dieses Jahr mit einer Getreideernte von nur 12,8 Millionen Tonnen. 2011 konnte die wichtige Getreide-Exportnation noch eine Rekordernte von 27 Millionen Tonnen einfahren.
Den durchschnittlichen Flächenertrag hat Landwirtschaftsminister Asylschan Mamytbekow auf lediglich 8,7 Dezitonnen pro Hektar geschätzt (2011: 16,9 Dezitonnen pro Hektar). Allerdings entspreche diese Erwartung dem Produktionsdurchschnitt der vergangenen Jahre. Für einen Exportstopp sehe er wegen großer Vorräte an Getreide keinen Anlass, betonte der Minister.
Die anhaltende Trockenheit und Hitze, die auch Russland und die Ukraine betreffen, treiben derweil den Weizenpreis nach oben. Die weltweiten Notierungen für Weizen erreichten zwischenzeitlich Rekordmarken (20. Juli: 269 Euro pro Tonne, +22 Prozent im Vergleich zum Vormonat). Russland könnte in diesem Jahr nach Schätzungen von Experten ein Fünftel weniger Weizen ernten als noch im Vorjahr. Das Landwirtschaftsministerium hat bereits die Ernteprognose nach unten korrigiert. Nachdem ursprünglich eine Weizenernte von 57 Millionen Tonnen prognostiziert wurde, gehen die Experten mittlerweile nur noch von 46 bis 49 Millionen Tonnen aus. In der Ukraine wurde die Ernteprognose für Weizen auf 13 Millionen Tonnen gesenkt. Im Jahr 2011 hatte das Land noch 22 Millionen Tonnen für den Weltmarkt bereit gestellt.