Zoll beschlagnahmt immer mehr gefälschte Waren

15 Prozent mehr gefälschte Waren wurden an den EU-Grenzen aufgehalten © EK
15 Prozent mehr gefälschte Waren wurden an den EU-Grenzen aufgehalten © EK

BRÜSSEL. Im vergangenen Jahr stoppten die europäischen Zollbehörden Waren im Wert von 1,3 Milliarden Euro an den Außengrenzen der EU. Die Zöllner beschlagnahmten fast 115 Millionen Artikel, bei denen ein Verstoß gegen Rechte des geistigen Eigentums vermutet wurde – das sind 15 Prozent mehr als 2010. Laut des Ende Juli vorgestellten Berichts der Europäischen Kommission fanden sich darunter am häufigsten Fälschungen von Arzneimitteln (24 Prozent), Verpackungsmaterial (21 Prozent) und Zigaretten (18 Prozent). Produkte des täglichen Bedarfs und Produkte, die für Verbraucher gesundheitsgefährdend sein können, machten insgesamt 28,6 Prozent der zurückgehaltenen Waren aus, gegenüber 14,5 Prozent vor zwei Jahren.
Fast drei Viertel aller Imitate stammt aus China. Bei bestimmten Produkten stehen andere Länder an erster Stelle, beispielsweise bei Lebensmitteln die Türkei, bei alkoholischen Getränken Panama, bei nichtalkoholischen Erfrischungsgetränken Thailand und bei Mobiltelefonen Hongkong. Etwa 90 Prozent aller beschlagnahmten Waren wurden entweder vernichtet oder es wurde ein Gerichtsverfahren eingeleitet.