Putin zum Antrittsbesuch in Berlin

Nach Belarus war Deutschland das zweite Land, das Putin nach seinem Amtsantritt besuchte © gov.ru
Nach Belarus war Deutschland das zweite Land, das Putin besuchte © gov.ru
BERLIN. Drei Wochen nach seiner Rückkehr ins Präsidentenamt war Wladimir Putin am Freitag zu Gast in Berlin. Nach einem Zusammentreffen mit Regierungschefin Angela Merkel sprachen sich beide Seiten für eine politische Lösung des Konfliktes in Syrien aus. Den Forderungen nach schärferen UN-Sanktionen gegen das Regime des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad gab Putin allerdings nicht nach.
Putin und Merkel betonten die guten Wirtschaftsbeziehungen ihrer Länder, die man weiter intensivieren wolle. Paradebeispiel seien der Energiesektor und die gemeinsame Ostseepipeline. Russland sei ein zuverlässiger Rohstofflieferant, sagte die Bundeskanzlerin. Beschlossen wurde, dass die 14. gemeinsamen Regierungskonsultationen im Oktober in Kasan, der Hauptstadt der Teilrepublik Tatarstan stattfinden werden.
Im Anschluss traf Putin im Schloss Bellevue Bundespräsident Joachim Gauck. Am Tag zuvor hatte Putins erster Auslandsbesuch dem belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko in Minsk gegolten. Von Berlin aus fuhr das russische Staatsoberhaupt für Unterredungen mit dem französischen Präsidenten Francois Hollande weiter nach Paris.