Vier Milliarden US-Dollar für den Ausbau von Kaschagan

Kaschagan liegt im Norden des Kaspischen Meeres nahe der Stadt Atyrau. © Eni
Kaschagan liegt im Norden des Kaspischen Meeres nahe der Stadt Atyrau. © Eni

ASTANA. Der staatliche kasachische Öl- und Gaskonzern KazMunaiGas wird ein Darlehen in Höhe von vier Milliarden US-Dollar aus dem staatlichen Ölfonds erhalten, um das Kaschagan-Ölfeld auszubauen. Das meldete der Pressedienst des kasachischen Präsidenten Nursultan Nasarbajew Anfang März. Die Entscheidung sei getroffen worden, um das Kaschagan-Projekt voran zu treiben. Eine erste Tranche der Anleihe werde 2013, die zweite dann 2015 zur Verfügung gestellt.
In seiner Jahresbotschaft im Januar hatte Nasarbajew bereits angekündigt, dass die Gewinne aus dem staatlichen Ölfonds in Form von Anleihen der eigenen Wirtschaft zur Verfügung gestellt werden sollen, anstatt sie bei ausländischen Banken anzulegen.
Die Reserven des Kaschagan-Ölfelds, das im nördlichen Kaspischen Meer nahe der Stadt Atyrau liegt, werden auf 4,8 Milliarden Tonnen Erdöl geschätzt. Insgesamt lagern in Kaschagan Geologen zufolge 38 Milliarden Barrel Öl, davon sind zehn Milliarden Barrel abbaubar. Die Gasreserven werden auf über eine Trillion Kubikmeter geschätzt.
Das an der Entwicklung des Ölfelds beteiligte Konsortium besteht aus den Ölkonzernen Eni, Shell, ExxonMobil, Total und KazMunaiGaz, die je einen Anteil von 16,81 Prozent am Projekt halten. Weitere Eigner sind ConocoPhillips mit 8,4 Prozent und die japanische Inpex mit 7,56 Prozent. Eni-Chef Paolo Scaroni schätzt, dass das erste Öl Ende Dezember 2012 oder Anfang des kommenden Jahres fließen wird.