China spürt wirtschaftliche Abkühlung

In Peking tagt der Nationale Volkskongress mit 3.000 Deligierten © OWC/pt
In Peking tagt der Nationale Volkskongress mit 3.000 Deligierten © OWC/pt

PEKING. Nachdem die chinesische Volkswirtschaft im vergangenen Jahr um 9,2 Prozent gewachsen ist, hat Premierminister Wen Jiabao heute vor den Delegierten der 5. Tagung des 11. Nationalen Volkskongresses für das laufende Jahr ein Wachstumsziel von 7,5 Prozent vorgegeben. Chinas Wirtschaft befinde sich in schwierigem Fahrwasser, da die globale Wirtschaft sich nach wie vor nicht erholt hat, sagte Wen. Er betonte die Notwendigkeit, die Strukturreform der chinesischen Wirtschaft weiter zu vertiefen, die Abhängigkeit des Wachstums vom Export zu reduzieren und die Binnennachfrage zu einem Motor der Wirtschaft zu machen. Dafür sei es notwendig, neue Möglichkeiten der Beschäftigung zu schaffen, die Ausbildung zu verbessern, die sozialen Sicherheitssysteme zu vervollkommnen, vor allem kleinen Unternehmen den Zugang zu Finanzierungen zu sichern und die Inflation auf vier Prozent zu begrenzen. Wen erklärte weiter, bei der Strukturreform gehe es vor allem um mehr Nachhaltigkeit, Effizienz und Qualität des Wachstums. Er hob die Bedeutung neuer Industrien hervor und strich dabei in erster Linie den Ausbau der Industrie im Bereich der erneuerbaren Energien sowie die Entwicklung von umweltfreundlichen Autos heraus. Eine Konzentration auf die Stärkung der Binnennachfrage bedeute dabei nicht eine Vernachlässigung der Außenmärkte. Insbesondere für Unternehmen aus arbeitsintensiven Branchen müssten neue Märkte außerhalb der entwickelten Industrieländer erschlossen werden.