Russlands Konsumenten kaufen mehr aber günstiger

Die deutsche Rewe Group macht mit ihrer Kette Billa gute Umsätze in Russland © Rewe
Die deutsche Rewe Gruppe macht mit ihrer Kette Billa gute Umsätze in Russland © Rewe

MOSKAU. Russlands Konsumgüterbranche sieht einer positiven Marktentwicklung entgegen. Zu diesem Schluss kommt die Ende Januar erschienene KPMG-Studie „Food and beverage markets in Russia: issues and prospects“. Verantwortlich dafür seien zwei Faktoren. Einerseits hält die sinkende Inflationsrate die Produktpreise stabil – so rechnen die KPMG-Analysten damit, dass die Preise in den kommenden drei Jahren, vor allem für Lebensmittel und die Produkte des täglichen Bedarfes, relativ konstant bleiben werden.
Andererseits sind es kontinuierliche Lohnsteigerungen, die die Kaufkraft der russischen Bevölkerung erhöhen. Allein das Neujahrs- und Weihnachtsgeschäft brachte dem Einzelhandel geschätzte zwölf Milliarden Euro. Trotz der insgesamt steigenden Kaufkraft habe sich ein Wandel vollzogen. Konsumierte die einkommensstarke Schicht vor der Krise noch reichlich teure und luxuriöse „Speciality Goods“, habe sich seit der Krise die Nachfrage auf ähnliche Produkte in mittelpreisigen Segmenten und auf die „Convenience Goods“, also Waren des täglichen Bedarfes, verlagert.