„Das Ende des China-Zyklus“: Der soziopolitische Wandel in China

© Roland Berger Strategy Consultants
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DETROIT. Nach drei Jahrzehnten rasanten Wachstums hat sich China zu einer Wirtschaftsmacht entwickelt und könnte bis 2025 gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt aufsteigen. Doch die volkswirtschaftlichen Trends deuten gleichzeitig auf ein Ende des rasanten Wachstums hin: Die Ein-Kind-Politik des Landes, die schnell alternde Gesellschaft und die sinkende Zahl der Erwerbstätigen können zu starken Engpässen in verschiedenen Industriesektoren und zu steigenden Herstellungskosten führen. Zudem spielen andere Faktoren wie die Inflation und die hohen Export- und Transportkosten eine wesentliche Rolle. So zeichnet sich in manchen Industriebereichen wie der Textilbranche eine deutliche Trendumkehr ab. Hier ist der chinesische Anteil am Weltmarkt schon jetzt rückläufig, so die Ergebnisse der soeben erschienenen Studie „Das Ende des China-Zyklus“ von Roland Berger Strategy Consultants. „Ausländische Unternehmen, die einen Teil ihrer Produktion nach China verlagert haben, sind gut beraten, ihre Fertigungsstrategie in China zu überdenken“, sagt Thomas Wendt von Roland Berger Strategy Consultants. „Für viele Unternehmen löst sich das Werteversprechen in China gerade in Luft auf: Kostensteigerungen machen den Wettbewerbsvorteil des Landes zunichte.“