Gazprom plant Bau von etwa fünf Kraftwerken in Bayern

Horst Seehofer und Alexej Miller in München © Gazprom
Horst Seehofer und Alexej Miller in München © Gazprom
MÜNCHEN. Gazprom plant den Bau von bis zu fünf Kraftwerken in Bayern und schließt sogar eine selbstständige Umsetzung dieser Projekte nicht aus.
Bei einem Treffen in München unterzeichneten Gazprom-Vorstandschef Alexej Miller und Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer eine Roadmap, in der die Absichten des russischen Gaskonzerns beschrieben sind. Man wisse bereits bereits konkrete Termine für diese Projekte, sagte Miller. „Es handelt sich um drei bis fünf Vorhaben, in die wir einsteigen und die künftigen Kraftwerke direkt mit Gas beliefern wollen. Wir sind bereit zu investieren, und bei den Verhandlungen vom Vortag wurde uns klar, dass es für unsere eventuelle 100-prozentige Beteiligung an diesen neuen Kraftwerken keine Einschränkungen geben wird“, sagte Miller.
Das geplante Joint-Venture des Essener Energiekonzerns RWE mit Gazprom dagegen ist geplatzt. Beide Parteien haben die Exklusivgespräche über ein gemeinsames Unternehmen zum Bau und Betrieb von Kraftwerken in Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden jetzt beendet. beendet. Man sei sich nicht über den Rahmen der Zusammenarbeit einig geworden.
„Wir haben sehr konstruktive Gespräche geführt. Bedauerlicherweise konnten wir uns dennoch nicht auf einen für beide Seiten tragfähigen Rahmen für eine Zusammenarbeit einigen“, sagte Dr. Jürgen Großmann, Vorstandsvorsitzender der RWE AG.