Chinesische Ausbildung nach deutschem Standard

Kfz-Mechatroniker sind gefragt - wie hier im BMW-Werk in Shenyang © BMW AG
Kfz-Mechatroniker sind gefragt - wie hier im BMW-Werk in Shenyang © BMW AG

BONN/ESCHBORN. Deutsche Unternehmen engagieren sich bei der Berufsausbildung in China. Im Schuljahr 2011/2012 startete jetzt der erste Jahrgang die Ausbildung zum chinesischen Kfz-Mechatroniker nach deutschem Standard. Für die 150 Schüler an fünf Schulen hat je ein deutscher Automobilhersteller die Patenschaft übernommen. Audi, BMW, Daimler, Porsche und Volkswagen sind dafür mit dem Bildungsministerium der Volksrepublik China eine Kooperation eingegangen. Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung koordiniert die Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) die Projektaktivitäten.
Ziel ist es, eine einheitliche theoretische und praktische Ausbildung für Kfz-Mechatroniker zu entwickeln. Die dreijährige Lehre findet in kleinen Klassen statt und ist stark auf die Praxis ausgerichtet. Die Schüler arbeiten von Anfang an mit simulierten Kundenaufträgen – von der Wartung bis zur komplexen Diagnose. Das dritte Jahr verbringen sie überwiegend in einem Fachbetrieb.
Die deutschen Hersteller bringen ihr Fachwissen ein und investieren in die Fortbildung von Lehrern. Bis 2013 sollen 25 Schulen in das Gemeinschaftsvorhaben integriert und ein landesweiter Standard etabliert sein.