IAA-India-Day 2011: Wirtschaftliche Zusammenarbeit verstärken

Matthias Wissmann, Präsident des VDA, auf dem IAA-India-Day 2011 © IAA
Matthias Wissmann, Präsident des VDA, auf dem IAA-India-Day 2011 © IAA

FRANKFURT AM MAIN. Die deutsche und indische Automobilindustrie wollen ihre Zusammenarbeit verstärken. „Wir halten Indien für einen der wichtigsten Zukunftsmärkte. Unsere Unternehmen werden ihr Engagement daher dort weiter ausbauen“, sagte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), bei der Eröffnung des „IAA-India-Days“ auf der 64. IAA Pkw in Frankfurt. So wurden 2010 über 50.000 Pkw von deutschen Herstellern in Indien gefertigt. Allein bis Juli dieses Jahres betrug die Produktion bereits 80.000 Pkw. Aufgrund hoher indischer Zölle sowie zusätzlicher Abgaben würden allerdings nur wenige Fahrzeuge komplett nach Indien exportiert.
Zu den laufenden Verhandlungen der Europäischen Union mit Indien über ein Freihandelsabkommen sagte Wissmann: „Nach unseren Vorstellungen sollten die Zölle vollständig abgebaut werden. Entsprechende Übergangsfristen könnten im Rahmen einer Kompromisslösung eingeräumt werden.“ Wissmann verwies darauf, dass Indien bei Fahrzeugen bereits heute einen Handelsbilanz-überschuss von 1,1 Milliarden Euro mit der EU habe. Ein Überschuss bestehe auch im Pkw-Handel mit Deutschland.
Indiens Industrieminister Praful Patel sagte, Nachhaltigkeit habe beim wirtschaftlichen Aufstieg seines Landes höchste Priorität. „Hier wollen wir mit deutschen Unternehmen zusammenarbeiten.“ Die Vorteile des Freihandels seien offensichtlich, so Patel. Die 64. IAA Pkw fand vom 15. bis 25. September 2011 in Frankfurt am Main statt.