Rosneft und Exxon Mobil fördern gemeinam

Statt mit BP arbeitet das staatliche Ölunternehmen nun mit Exxon in der Arktis © Rosneft
Statt mit BP kooperiert das staatliche Ölunternehmen nun mit Exxon © Rosneft

SOTSCHI. Der russische Ölkonzern Rosneft und der US-amerikanische Energieriese Exxon Mobil wollen in Russland und den USA gemeinsam Öl fördern. In Sotschi verständigten sich beide Unternehmen Ende August auf eine groß angelegte strategische Kooperation. Der amerikanische Konzern sticht damit Konkurrent BP aus, dessen Zusammenarbeit mit Rosneft im Mai scheiterte.
In Erkundungsarbeiten in der Arktis und am Schwarzen Meer wollen die Partner zunächst 3,2 Milliarden US-Dollar investieren. Für die Erschließung der Rohstoffvorkommen in der arktischen Karasee soll ein Joint Venture gegründet werden, an dem Exxon Mobil ein Drittel halten wird. Darüber kann sich Rosneft bei Exxon-Projekten im Golf von Mexiko und in Texas beteiligen.
Der russische Vizepremier Igor Setschin gab an, dass die vereinbarte Partnerschaft Direktinvestitionen von 200 bis 300 Milliarden US-Dollar mit sich bringen werde. Allein für die arktischen Förderarbeiten seien mindestens zehn Bohrinseln notwendig, von denen jede bis zu 15 Milliarden US-Dollar kostet.
Außerdem wollen Rosneft und Exxon 500 bis 600 Millionen US-Dollar in Forschungen und Kaderausbildung investieren. In St. Petersburg ist ein gemeinsames Forschungs- und Bildungszentrum geplant.