Milliardenverträge in Berlin

Minister Rösler und Zhi in Berlin © BmWi
Minister Rösler und Zhi in Berlin © BmWi

BERLIN. Deutschland und China vertiefen ihre Zusammenarbeit. Anlässlich der ersten deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen zu denen Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao mit 13 seiner Minister nach Berlin gekommen war, wurden zehn bilaterale Abkommen unterzeichnet – unter anderem eine Erklärung, die wechselseitige Investitionen erleichtern soll. Noch im Vorfeld der Konsultationen war Deutschland von chinesischer Seite zum bevorzugten Verbündeten in Europa ernannt worden. Auf der Pressekonferenz im Anschluss der Konsultationen konnte Bundeskanzlerin Angela Merkel nur einige der zahlreichen gemeinsamen Projekte benennen, darunter die Gründung einer Plattform für Elektromobilität, Pläne im Bereich Wohnungsbau und Energieeffizienz, Kooperationen im Bereich Normung und Verbraucherschutz und die Einrichtung jeweils drei Modellregionen für die Zusammenarbeit in China und in Deutschland. Die Volksrepublik gab ein klares Bekenntnis zur Beteiligung von kleinen und mittelständischen Unternehmen bei diesen Kooperationen ab.
Die deutsche Wirtschaft schloss in Berlin etwa ein Dutzend Verträge mit chinesischen Partnern. So will der Chemiekonzern BASF 860 Millionen Euro in Chongqing investieren. Auch Siemens, Airbus und Volkswagen unterzeichneten millionenschwere Verträge.
Schon im vergangenen Jahr erreichten die Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und China mit einem Volumen von 130 Milliarde Euro ein nie da gewesenes Niveau. Im ersten Quartal 2011 haben die deutschen Exporte nach China erneut um 31 Prozent und die chinesischen Exporte nach Deutschland um 16 Prozent zugelegt. Beide Länder haben sich zum Ziel gesetzt, das Handelsvolumen bis zum Jahr 2015 auf 200 Milliarden Euro zu steigern.