BIC statt BRIC

WIEN. Russland droht aus dem Kreis der BRIC-Länder zu fallen. Zu diesem Schluss kommt der „Russia Competitiveness Report 2011“, den das World Economic Forum Anfang Juni in Wien vorstellte. Da Russland nicht in der Lage sei, die Produktivität seiner Wirtschaft maßgeblich zu steigern, falle es hinter die anderen Transformationsländer Brasilien, Indien und China zurück. Die Verfasser der Studie bemängeln, dass Russland nicht von seinen Wettbewerbsvorteilen wie zum Beispiel dem Rohstoffreichtum profitieren kann, da es versäumt hat, eine Reihe von Hemmnissen zu beseitigen. Genannt werden fünf wichtige Punkte, die dringend angegangen werden müssten: die Etablierung von Rechtsstaatlichkeit, die Verbesserung der Bildung, die Förderung von Wettbewerb beziehungsweise der Abbau von Handelsbarrieren, ein erleichterter Zugang zum Finanzmarkt und eine Steigerung der Effizienz durch Wissenstransfer und Innovation.